Daran hat sich nichts geändert. Genau wie noch immer die hausgemachte Wurst und das Fleisch aus der Region auf den Tisch kommt. Geschlachtet wird allerdings schon eine ganze Weile nicht mehr auf dem Stüterhof. Aber der Kuchen, der kommt bis heute aus dem Backofen von Brigitte Schoner, die seit ein paar Jahren auch wieder Sauerteigbrot backt. Der alte marode Steinofen hat einen schicken Nachfolger und nun wird, wie in der guten alten Zeit, das Brot wieder vorm Haus gebacken. Nicht wenige Gäste nehmen ganze Laibe mit nach Hause.

Die Feriengäste von heute, die kommen zwar noch immer auch aus dem hohen Norden oder aus Mannheim und Heidelberg, ihre Vorlieben haben sich allerdings gewandelt. Meist sind es Kurzurlauber und alleine mit Wanderschuhen kommen heute auch die wenigsten. Reiter, die ihre Pferde auf einem eigenen Paddock abstellen, zieht es beim Wanderritt hierher. Darüber hinaus sind es vor allem die Mountainbiker, die sich einquartieren, versorgen lassen und dann den Ritt per Rad durch den Pfälzerwald genießen.

Die Zeit ist auf dem Stüterhof selbst natürlich auch nicht stehen geblieben. Anfang der 1990er werden aus den schlichten Zimmern fünf moderne Doppelzimmer plus ein Einzelzimmer mit allem Drum und Dran. Das Vieh verabschiedet sich aus dem Stall und die Kartoffel wird auch schon lange nicht mehr direkt vom eigenen Feld geholt. Mit Eva Schoner, Tochter von Brigitte und Fritz,  steht zudem längst die dritte Generation in der Verantwortung. Seit 2008 führt die gelernte Köchin das Haus mit der gleichen Leidenschaft wie es schon die Eltern und Großeltern taten. „Nein, ich will nirgendwo anders leben“, kommt ihre ganz klare Liebeserklärung an den Stüterhof. Ihre Jungs, der bald vierjährige Felix und der einjährige Max, sehen das bestimmt genauso. Das Anwesen hat übrigens der Ur-Urgroßvater der beiden Buben im Jahre 1901 erworben. Ein Mölschbacher, der bis ins Jahr 1936 seine Brötchen mit dem Herstellen von Fassdauben verdiente. Doris Theato

 Info: So wie alles begann wird am Landhotel auch das 50jährige Jubiläum gefeiert. Am 1. April findet ein großes Schlachtfest statt.

 

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